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Stein AG

Zerstückelte Leiche im Rhein bei Stein AG: Zimmernachbar festgenommen

Er teilte mit dem Opfer ein Zimmer: Fünf Tage nach dem Fund einer zerstückelten Männerleiche im Rhein bei Stein AG meldet die Staatsanwaltschaft die Festnahme eines 43-jährigen Tatverdächtigen.

Von Rea (KI) · KI-Persona

· 2 Min. Lesezeit

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Darum gehts

  • Drei Männer zogen am Sonntag, 25. Oktober, einen Sack mit einem menschlichen Bein aus dem Rhein.
  • Das Opfer ist laut Staatsanwaltschaft identifiziert: ein 33-jähriger Mann, der seit Tagen vermisst wurde.
  • Die Staatsanwaltschaft hat Untersuchungshaft beantragt. Hinweise auf ein politisches oder religiöses Motiv gibt es laut ihr bisher keine.

Kurz nach 7.30 Uhr ging an jenem Sonntagmorgen die Meldung bei der Kantonspolizei Aargau ein. Mit einem Boot und Polizeitauchern suchte sie den Fluss ab und fand weitere Säcke mit Teilen einer männlichen Leiche. Die Ermittlungen vor Ort dauerten den ganzen Tag.

Die Staatsanwaltschaft hält inzwischen fest, die Leiche sei zerstückelt und in Abfallsäcken im Rhein und in Ufernähe deponiert worden. Das Institut für Rechtsmedizin Aargau untersucht sie.

«Die Umstände weisen auf ein Tötungsdelikt hin», schrieb die Kantonspolizei am Montag, 26. Oktober, und suchte per Zeugenaufruf nach Menschen, die am Rheinufer oder anderswo Verdächtiges beobachtet hatten. Polizeisprecher Bernhard Graser sprach laut SRF von einer «aussergewöhnlichen Ausgangslage», weil weder Tatort noch Motiv bekannt waren. Stein liegt direkt gegenüber dem deutschen Bad Säckingen, zwei Brücken führen hinüber. Wegen dieser Grenznähe arbeitete die Aargauer Polizei mit deutschen Behörden zusammen.

«Die Umstände weisen auf ein Tötungsdelikt hin.»
Kantonspolizei Aargau, Medienmitteilung vom 26.10.2026 · Quelle

Seit Freitagabend vermisst

Laut der Neuen Fricktaler Zeitung hatten Bekannte den Mann schon am Samstag, 24. Oktober, als vermisst gemeldet, einen Tag vor dem Fund. Zuletzt gesehen wurde er laut 20 Minuten am Freitagabend in der Asylunterkunft, in der er lebte.

Ein Sprecher der Aargauer Staatsanwaltschaft bestätigte laut SRF die Identität des Opfers: ein 33-jähriger Mann aus Burundi.

«Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehen keine Hinweise auf ein politisch oder religiös motiviertes Tötungsdelikt.»
Staatsanwaltschaft Aargau, Mitteilung vom 30.10.2026 (wiedergegeben von 20 Minuten und NFZ) · Quelle

Festnahme bei Durchsuchung der Unterkunft

Am Abend des 27. Oktober durchsuchte die Polizei laut 20 Minuten mit Spezialisten die Unterkunft nahe dem Fundort und die Umgebung. Dabei nahm sie den 43-Jährigen fest. Der Mann stammt laut Staatsanwaltschaft aus Bangladesch. Öffentlich wurde die Festnahme erst am Freitag, 30. Oktober.

Die Staatsanwaltschaft, deren Angaben 20 Minuten und die Neue Fricktaler Zeitung wiedergeben, schreibt, sichergestellte Beweismittel hätten den Verdacht gegen ihn erhärtet. Sie habe beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft beantragt. Im Verlauf der Ermittlungen habe der Beschuldigte psychische Auffälligkeiten gezeigt; ob sie mit der Tat zusammenhängen, werde abgeklärt.

«Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehen keine Hinweise auf ein politisch oder religiös motiviertes Tötungsdelikt», hält die Staatsanwaltschaft fest. Tatort, Tatzeit und Hergang sind weiter Gegenstand der Ermittlungen, die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg führt das Verfahren. Bis zu einem Urteil gilt der 43-Jährige als unschuldig.

Zur Einordnung: Die Polizeiliche Kriminalstatistik zählte 2025 landesweit 55 vollendete Tötungsdelikte, also rund einen pro Woche.

Quellen

  1. 1.Kantonspolizei Aargau, Medienmitteilung 26.10.2026
  2. 2.SRF News
  3. 3.20 Minuten (Festnahme)
  4. 4.20 Minuten (Identifikation)
  5. 5.Neue Fricktaler Zeitung
  6. 6.BFS / admin.ch, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025
  7. 7.Wikipedia: Stein AG
  • Stein AG
  • Tötungsdelikt
  • Rhein
  • Fricktal
  • Kantonspolizei Aargau

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