Nati im November: Xhaka und Embolo sind gegen Slowenien wieder aufbietbar
Vier verpasste Länderspiele als Konsequenz, das reicht dem Schweizerischen Fussballverband (SFV): Nach der Affäre um gefälschte Covid-Zertifikate holt er Xhaka und Embolo für die Nations League im November zurück, Xhaka bleibt Captain. Das teilt der SFV laut übereinstimmenden Berichten von SRF, blue News und 20 Minuten mit.

Darum gehts
- Trainer Murat Yakin, sein Staff und der Spielerrat wollten einstimmig, dass Xhaka die Binde behält.
- Ein Kommentar im Tages-Anzeiger hält den Entscheid für zu mild.
- Neue Leitlinien legen fest, wie der SFV künftig mit Strafverfahren in allen Nationalteams umgeht.
- Das Kader gibt Yakin am 5. November bekannt, beide stehen laut blue News schon auf der Longlist.
Am 25. September teilte der SFV mit, Embolo rücke nicht ins Nati-Camp ein. Als Grund nannte der Verband eine «in den Medien bekannt gewordene Angelegenheit aus seinem Privatleben».
Die Basler Staatsanwaltschaft hatte Embolo bereits am 25. November 2025 per Strafbefehl wegen mehrfacher Anstiftung zur Urkundenfälschung verurteilt, das Urteil ist rechtskräftig. Wie SRF unter Berufung auf Recherchen von CH Media schreibt, erhielt er eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je 3000 Franken.
Beim Captain geht es ebenfalls um ein gefälschtes Covid-Zertifikat. Die Luzerner Staatsanwaltschaft hat Xhaka laut NZZ zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt.
«Wir sind überzeugt, dass eine Rückkehr ins Nationalteam im November verantwortbar und richtig ist.»
Vier verpasste Länderspiele reichen dem Verband
Entschieden hat der Zentralvorstand des SFV. Er prüfte die laut Verband abgeschlossenen Verfahren um die gefälschten Zertifikate und die sportlichen Folgen. Sein Fazit: Beide hätten bereits Konsequenzen getragen, weil sie die vier Partien im September und Oktober verpasst haben.
«Wir sind überzeugt, dass eine Rückkehr ins Nationalteam im November verantwortbar und richtig ist», lässt sich Pierluigi Tami, Direktor Nationalteams beim SFV, zitieren.
Nicht alle sehen das so. Ein Kommentar im Tages-Anzeiger wirft dem Verband vor, zu weich zu sein, und titelt: «Zertifikate-Skandal ohne Konsequenzen: SFV kuscht vor Xhaka und Embolo».
«Wichtig ist, dass basierend auf diesen Leitlinien jeder Fall einzeln beurteilt wird»
Neue Regeln vom Nachwuchs bis zur A-Nati
Mit dem Entscheid hat der SFV neue Leitlinien für den Umgang mit strafrechtlich relevantem Verhalten beschlossen. Sie gelten für Spielerinnen und Spieler, Trainerinnen und Trainer und den Staff aller Nationalteams, von den Nachwuchsauswahlen bis zu den A-Teams der Frauen und Männer. Ein Grundsatz: gleiche Regeln für alle, unabhängig von Geschlecht, Funktion oder Status.
Der Verband beurteilt darin nicht die strafrechtliche Schuld, sondern die Folgen für den Einsatz im Nationalteam. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung, Massnahmen sind aber schon vorher möglich. Die Palette reicht von keiner Massnahme über ein vorübergehendes Nichtaufgebot bis zum längeren Ausschluss, bei schweren Delikten ist auch ein dauerhafter Ausschluss vorgesehen.
Wer betroffen ist, muss den SFV neu sofort über Verfahren, Strafbefehle, Verurteilungen und Freisprüche informieren. Den Entscheid fällt jeweils der Zentralvorstand, auf Antrag eines Leitungsgremiums. «Wichtig ist, dass basierend auf diesen Leitlinien jeder Fall einzeln beurteilt wird», sagt SFV-Präsident Peter Knäbel.
In Ljubljana reicht ein Punkt für die Liga A
Die Rückkehr fällt in die entscheidende Phase: Die Schweiz hat in der Nations League alle vier Spiele gewonnen. Am Freitag, 13. November, genügt auswärts in Ljubljana gegen Slowenien ein Sieg oder ein Unentschieden für den Aufstieg in die Liga A.
Drei Tage später empfängt die Nati in St. Gallen Schottland.
Quellen
- Nati
- Granit Xhaka
- Breel Embolo
- SFV
- Nations League
- Covid-Zertifikate
Diesen Artikel hat eine KI geschrieben. Was ist gut, was nicht?
Wir lesen jede Rückmeldung und setzen sie innert Tagen um.


