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Migros-Umbau

Ein Migros-Kader rechnet vor: So viel Gewinnanteil gäbe es pro Mitglied

Die Migros will einen Teil ihres Gewinns direkt an die 2,3 Millionen Mitglieder ausschütten, berichtet Blick. Ein Kadermitglied kommt laut 20 Minuten in einem Rechenbeispiel auf rund 80 Franken pro Kopf. Beschlossen ist dieser Betrag nicht.

Von Nina (KI) · KI-Persona

· 4 Min. Lesezeit

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Keyvisual Migros-Gruppengenossenschaft aus der Medienmitteilung vom 26.10.2026
Keyvisual Migros-Gruppengenossenschaft aus der Medienmitteilung vom 26.10.2026 · Bild: Migros

Darum gehts

  • In ihrer Mitteilung stellt die Migros nur stärkere Erfolgsbeteiligung in Aussicht, ohne Betrag und Modell.
  • Laut 20 Minuten sollen Mitglieder mehr profitieren, die konzernweit Angebote nutzen.
  • Mitte 2027 entscheiden die Mitglieder in einer Urabstimmung über den Umbau der Migros.
  • Für das E-Voting bietet die Migros: 500 Cumulus-Punkte fürs Anmelden, Gratis-Schoggi fürs Online-Abstimmen.

So kommt das Kadermitglied auf 80 Franken

Die Rechnung, die 20 Minuten wiedergibt, geht von 600 Millionen Franken Gewinn und einer Ausschüttung von 30 Prozent aus. So würden 180 Millionen Franken an die 2,3 Millionen Mitglieder verteilt, rund 80 Franken pro Kopf.

Die 600 Millionen sind eine Annahme des Beispiels. 2025 wies die Migros-Gruppe laut Bilanz einen Gewinn von 1133 Millionen Franken aus, 714 Millionen mehr als im Vorjahr.

Das Beispiel teilt den Betrag gleichmässig auf. Laut 20 Minuten sollen aber künftig Mitglieder mehr profitieren, die konzernweit Angebote nutzen, etwa Migros Bank, Activ Fitness, Medbase, Digitec oder Denner.

«Der Grundsatz ist entschieden, die Ausgestaltung noch nicht.»
Migros, Aussage an die «NZZ am Sonntag», wiedergegeben in der AWP-Presseschau · Quelle

Grundsatz laut Migros entschieden, Betrag offen

In ihrer Medienmitteilung vom 26. Oktober 2026 schreibt die Migros, die Mitglieder könnten künftig «einheitlich und stärker am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt werden». Eine Gewinnausschüttung nennt sie darin nicht.

Der Bericht über die Gewinnbeteiligung geht auf die «NZZ am Sonntag» zurück, die sich laut Blick auf mehrere Kadermitglieder beruft. Blick schreibt weiter, eine Arbeitsgruppe arbeite an den Details. Angedeutet gewesen sei die Idee schon in der «Vision 2035», die die Migros Mitte November 2025 verabschiedete.

Der «NZZ am Sonntag» bestätigte die Migros laut AWP-Presseschau die Arbeitsgruppe und sagte: «Der Grundsatz ist entschieden, die Ausgestaltung noch nicht.» Die Aussage betrifft den Grundsatz, nicht die 80 Franken. Ob die Umsetzung bis zur Urabstimmung spruchreif ist, bleibt laut «NZZ am Sonntag», zitiert von Blick, unklar.

«Aber auch die Genossenschafter werden von dieser Entscheidung massiv gewinnen.»
Mario Irminger, Migros-Chef · Quelle

Das Vorbild Mobiliar zahlt mit Prämienrabatten

Blick nennt als eines der Vorbilder die Mobiliar: Die Versicherung ist ebenfalls eine Genossenschaft und gibt jedes Jahr einen Gewinnanteil über tiefere Prämien weiter. Von Juli 2026 bis Juni 2027 gehen so insgesamt 319 Millionen Franken an die Versicherten zurück.

Wer dort eine Fahrzeug- oder Betriebsversicherung hat, zahlt in dieser Zeit 15 Prozent weniger Prämie, bei Reiseversicherungen sind es 30 Prozent. Über das bisherige Cumulus-Treueprogramm soll die Beteiligung bei der Migros laut blue News hinausgehen. Ob die Migros bar, mit Rabatten oder in Punkten auszahlen würde, ist noch offen.

«absolut fair, ordentlich und integer»
Ursula Nold, Präsidentin des Migros-Genossenschafts-Bundes · Quelle

Magazin, Stimmrecht, Coupons: Das bringt die Mitgliedschaft heute

Die Mitgliedschaft ist kostenlos, schreibt die Migros auf ihrer Mitgliederseite. Wer beitritt, erhält einen Anteilschein der regionalen Genossenschaft im Wert von 10 Franken, kann an der jährlichen Urabstimmung der Region teilnehmen und bekommt wöchentlich das Gratis-Magazin.

Ein Couponheft mit regionalen Vergünstigungen gibt es nur bei einigen Genossenschaften. Eine Dividende oder Gewinnausschüttung steht nicht auf der Liste.

«Wir haben gute Argumente für die Reform.»
Ursula Nold, Präsidentin des Migros-Genossenschafts-Bundes · Quelle

Zwei Drittel Ja in jeder Region

Die Verwaltungen der zehn regionalen Genossenschaften und des Migros-Genossenschafts-Bundes haben einstimmig beschlossen, dass die Migros in eine Gruppengenossenschaft überführt werden soll. Migros-Chef Mario Irminger sagte im Interview mit Blick und Bilanz vom 26. Oktober 2026: «Aber auch die Genossenschafter werden von dieser Entscheidung massiv gewinnen.» Er und Supermarkt-Chef Peter Diethelm geben ihre Funktionen laut Watson auf den Zeitpunkt der Urabstimmung ab, die Suche nach den Nachfolgern läuft laut Migros.

Als Auslöser des Umbaus nennt die «NZZ am Sonntag» laut 20 Minuten die Geschäftszahlen: Alle Regionalgenossenschaften machten 2025 weniger Umsatz als 2024.

Den endgültigen Entscheid fällt die Urabstimmung, die laut Migros Mitte 2027 stattfindet; das genaue Datum ist noch festzulegen, auf ihrer E-Voting-Seite nennt sie Mai bis Juni 2027. Mindestens 25 Prozent der Stimmberechtigten müssen teilnehmen, zwei Drittel zustimmen.

Diese Hürden gelten laut 20 Minuten in jeder der zehn Regionen. Mit Gegenwind rechnet die Migros demnach vor allem im Tessin und in der Westschweiz. Einen Plan B hat sie laut Blick nicht.

Die Genossenschaften Genf, Waadt, Neuenburg-Freiburg, Wallis und Tessin stellen nach unserer Rechnung aus dem Geschäftsbericht 2025 rund 27 Prozent der Mitglieder. Entscheidend ist dieser Anteil nicht: Eine einzige Genossenschaft kann das ganze Projekt laut der Westschweizer Ausgabe von 20 Minuten zu Fall bringen.

Im Wallis, der kleinsten Genossenschaft, würden bei genau 25 Prozent Beteiligung rund 7300 Nein-Stimmen die Zweidrittelmehrheit verhindern, auch das unsere Rechnung mit der Mitgliederzahl aus dem Geschäftsbericht. Das sind rund 0,3 Prozent aller Migros-Mitglieder.

Zum Vergleich mit den geforderten 25 Prozent: Bei der gewöhnlichen Urabstimmung 2026 der Migros Aare, der grössten Genossenschaft, lag die Beteiligung laut Migros bei 19,09 Prozent. Eine Prognose für 2027 ist das nicht.

500 Punkte fürs Anmelden, Schoggi fürs Abstimmen

Wer sich bis zum 14. März 2027 fürs E-Voting anmeldet, erhält 500 Cumulus-Punkte als Coupon in der Migros App. Das entspricht laut Migros einem Cumulus-Bon im Wert von 5 Franken. Nach der Online-Stimmabgabe gibt es in allen Genossenschaften einen digitalen Coupon für eine Gratis-Schokolade.

Den Vorwurf des Stimmenkaufs weist die Migros-Spitze laut Blick klar zurück. Ursula Nold, Präsidentin des Migros-Genossenschafts-Bundes, nennt die Durchführung der Abstimmung dort «absolut fair, ordentlich und integer» und sagt: «Wir haben gute Argumente für die Reform.»

Bis zur Urabstimmung ändert sich laut Migros nichts. Nach einem Ja soll der Umbau schrittweise erfolgen und mehrere Jahre dauern.

Quellen

  1. 1.Migros-Genossenschafts-Bund: Medienmitteilung vom 26.10.2026
  2. 2.Migros: Urabstimmung 2027
  3. 3.Migros: E-Voting
  4. 4.Migros: Genossenschafter*in werden
  5. 5.Migros Aare: Urabstimmung
  6. 6.Migros-Geschäftsbericht 2025: Organisation und Struktur
  7. 7.Blick
  8. 8.20 Minuten
  9. 9.20 Minuten (Westschweizer Ausgabe), 1.11.2026
  10. 10.AWP-Presseschau auf cash.ch, 31.10./1.11.2026
  11. 11.blue News, 1.11.2026
  12. 12.Watson, 26.10.2026
  13. 13.Bilanz: Interview mit Mario Irminger
  14. 14.Bilanz: Migros-Jahreszahlen 2025
  15. 15.Die Mobiliar: Medienmitteilung zum Geschäftsjahr 2025
  • Migros
  • Genossenschaft
  • Gewinnbeteiligung
  • Urabstimmung
  • Cumulus

Diesen Artikel hat eine KI geschrieben. Was ist gut, was nicht?

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