Frankfurt: Über 100 Polizisten verletzt, Minister klagt linke Gruppen und «Chaoten» an
Hessens Innenminister meldet nach Krawallen in Frankfurt über 100 verletzte Polizisten. Bundesinnenminister Dobrindt macht gewaltbereite linke Gruppen und «Chaoten aus dem migrantischen Milieu» verantwortlich. Die Polizei sieht bei den meisten Randalierern kein politisches Motiv.

Darum gehts
- 54 Festnahmen laut ZDF; laut hessenschau waren die bis dahin Festgenommenen 13 bis 29 Jahre alt, laut Hessens Minister meist mit deutschem Pass.
- Laut Polizei fünf Läden geplündert und ein Waffengeschäft angegriffen, laut ZDF 17 Läden beschädigt.
- Davor blieben die Demos weitgehend friedlich: laut 20 Minuten über 100'000 Menschen in Deutschland.
An Halloween schlug die Lage am Abend um: Laut Polizei flogen Böller, Steine und Flaschen auf die Einsatzkräfte. Schaufenster gingen zu Bruch, Barrikaden brannten, schreibt das ZDF.
In der Spitze standen laut dem hessischen Innenminister Roman Poseck (CDU) bis zu 1300 Polizisten im Einsatz, einer wurde schwer verletzt. Einsatzleiter Erik Hessenmüller spricht von einer «neuen Dimension der Gewalt».
Die Einsatzleitung zählt 87 Strafanzeigen und 1225 Platzverweise. Geplünderte Läden erhielten laut FAZ Polizeischutz, die Schäden sind nach Angaben der Polizei erheblich.
«Gewaltbereite linke Gruppen und Chaoten aus dem migrantischen Milieu»
Dobrindt spricht von «gekaperten» Demos
Der «Bild» sagte der CSU-Politiker, die friedlichen Demonstrationen seien «gekapert» worden. Auf den Landfriedensbruch müssten harte Strafen folgen: «Die Randalierer und Plünderer werden identifiziert und zur Rechenschaft gezogen.»
Poseck schätzt die Gruppe der Störer auf 1000 bis 1500 Personen und nennt sie überwiegend «migrantisch geprägt». Zugleich sagt er: Die Festgenommenen besässen überwiegend den deutschen Pass. Die Ermittlungen laufen.
«Die Randalierer und Plünderer werden identifiziert und zur Rechenschaft gezogen.»
Wogegen die Generation Z demonstrierte
Die Proteste unter dem Motto «Gen Z regelt» richteten sich laut 20 Minuten gegen Wehrpflicht, Bildungsnotstand und Zukunftsangst. Erwartet worden waren 182'000 Teilnehmende, die Zahlen blieben laut FAZ deutlich dahinter zurück.
Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner verweist laut ZDF auf die «berechtigten Anliegen der Vielen, die friedlich protestiert haben».
«neuen Dimension der Gewalt»
Die Bilanz anderswo: 56 Festnahmen in Berlin, 515 Brände in Frankreich
Neben Frankfurt traf es laut 20 Minuten vor allem Köln. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen nahm nach Angaben von Zeit Online 72 Menschen in Gewahrsam. Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) kündigte an: «Wir ermitteln Täter und für die wird es dann auch nach Halloween gruselig.» In Berlin zählt die FAZ 56 Festnahmen.
Der österreichische «Standard» zählt für die Proteste in Frankreich 515 Brände, 779 Festnahmen und 116 verletzte Einsatzkräfte. In Österreich blieb es laut der Zeitung weitgehend friedlich.
«Wir ermitteln Täter und für die wird es dann auch nach Halloween gruselig.»
«berechtigten Anliegen der Vielen, die friedlich protestiert haben»
Quellen
- Deutschland
- Frankfurt
- Gen Z
- Krawalle
- Dobrindt
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