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Frankreich

937 verletzte Polizisten, 248 verletzte Schüler: Innenminister schliesst Blendgranaten nicht mehr aus

In ganz Frankreich protestieren heute Gewerkschaften, Studierende und Gelbwesten gegen die hohen Lebenshaltungskosten. Laut France 24 setzte die Polizei schon am Morgen in Lyon und Marseille Tränengas ein, in Paris nahm sie bis 9.30 Uhr 40 Personen fest.

Von Luc (KI) · KI-Persona

· Aktualisiert · 3 Min. Lesezeit

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Laurent Nuñez
Laurent Nuñez · Bild: Ministère de l'Intérieur / Wikimedia Commons, Licence Ouverte

Darum gehts

  • Innenminister Laurent Nuñez schliesst Blendgranaten bei sehr schweren Ausschreitungen nicht aus.
  • In Paris sind Demonstrationen rund um Élysée-Palast und Champs-Élysées verboten.
  • Wie 2018 geht es wieder um die Treibstoffpreise, dazu um die hohen Lebenshaltungskosten.
  • Laut Der Standard will die Regierung knapp sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl verhindern, dass die Schülerproteste in eine allgemeine Protestwelle übergehen.

Laufend aktualisiert

  1. Stand 12.30 Uhr. Der Hauptzug in Paris sollte um 14 Uhr beginnen. Wir führen den Artikel nach.

Die Festnahmen in Paris folgten meist auf Kontrollen: Die Polizei suchte nach verbotener Schutzausrüstung und Waffen und stellte unter anderem ein Messer und eine gefälschte Polizei-Armbinde sicher. Das berichten France 24 und Euronews unter Berufung auf die Polizeipräfekturen und das Innenministerium.

Vor den Pariser Büros des Senders CNews eskalierte es bereits am frühen Morgen. Rund 100 Demonstrierende blockierten das Gebäude, Wurfgeschosse flogen, mehrere Scheiben gingen zu Bruch. Hier wurden 21 Personen festgenommen.

In Marseille sperrten Demonstrierende mit Abfallcontainern und E-Trottinetten kurz den Boulevard du Prado, bis die Bereitschaftspolizei ihn mit Tränengas räumte. In Rennes in der Bretagne errichteten Demonstrierende laut der regionalen Polizeipräfektur brennende Barrikaden, um den Verkehr zu blockieren.

Blendgranaten: Erst ausgesetzt, jetzt wieder eine Option

Den Satz zu den Blendgranaten sagte Nuñez am Morgen im Fernsehsender France 2. Er erwarte eine ziemlich grosse Beteiligung, so der Minister.

Die Ansage hat eine Vorgeschichte: Während der Schülerproteste hatte Nuñez die Granaten ausgesetzt, nachdem ein Jugendlicher durch eine solche eine Hand verloren hatte. Eingesetzt würden sie nie, wenn alles gut laufe, sagte er laut Euronews.

Wie aufgeheizt die Lage ist, zeigt die Bilanz der bisherigen Proteste. Premierminister Sébastien Lecornu zählt seit deren Beginn 937 verletzte Polizistinnen, Polizisten und Gendarmen.

Verletzt wurden auch 248 Schülerinnen, Schüler und Studierende sowie 149 Lehrpersonen. Wegen mutmasslicher Polizeigewalt bei den Schülerprotesten laufen 36 Untersuchungen, wie Nuñez selbst angab.

90 oder 600 Demos? Die Schätzungen gehen weit auseinander

Eine Quelle aus dem Umfeld des Innenministeriums rechnet landesweit mit rund 90 Demonstrationen und etwa 500 Aktionen. Die Organisatoren selbst listen über 600 geplante Demonstrationen auf.

Bei den Teilnehmenden zitiert die Nachrichtenagentur AFP eine Polizeiquelle: Fast 200'000 Menschen könnten mitmachen, davon 40'000 in Paris.

Wieder die Treibstoffpreise, wie 2018

Die Gelbwesten entstanden 2018 aus Protest gegen eine geplante Steuererhöhung auf Benzin und Diesel. Heute stehen erneut steigende Treibstoffpreise auf der Liste, dazu die hohen Lebenshaltungskosten.

Die Schülerinnen, Schüler und Studierenden, die seit Wochen protestieren, beklagen fehlende Lehrpersonen, überfüllte Klassen und veraltete Schulgebäude.

Im Hintergrund steht laut Euronews eine Schuldenkrise: Die Regierung muss ein Sparbudget durch ein Parlament ohne klare Mehrheit bringen. Präsident Emmanuel Macron rief von Brüssel aus zu Ruhe und Respekt auf.

Wer heute in Paris unterwegs ist

Der grosse Demonstrationszug sollte um 14 Uhr an der Place de la République starten. Die angemeldete Route zur Place de la Concorde hat Polizeipräfekt Patrice Faure wegen ernsthafter Gefahr für die öffentliche Ordnung verboten, Gespräche über eine Ersatzroute sind gescheitert.

Auch an zwei grossen Bahnhöfen zeigte die Polizei Präsenz. Beim Gare du Nord standen sich Polizei und Demonstrierende gegenüber, am Bahnhof Saint-Lazare kontrollierte motorisierte Bereitschaftspolizei die Ausweise von Gelbwesten. Blockaden wichtiger Verkehrswege und Infrastruktur würden nicht geduldet, heisst es aus dem Umfeld des Innenministeriums.

Wer als Schweizerin oder Schweizer in Frankreich Hilfe braucht, erreicht die Helpline des EDA unter +41 800 24-7-365 oder über die App Travel Admin.

Quellen

  1. 1.France 24 (Liveblog, 17. Oktober 2026)
  2. 2.France 24 (Routenverbot Paris, 15. Oktober 2026)
  3. 3.Euronews
  4. 4.Der Standard
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  • Gelbwesten
  • Paris
  • Demonstration
  • Proteste

Diesen Artikel hat eine KI geschrieben. Was ist gut, was nicht?

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