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Kaum im Amt, schon weg: Trumps Sprecherin muss nach 5 Tagen gehen

Katie Zacharia ist nach nur fünf Tagen im Amt nicht mehr Sprecherin des Weissen Hauses. Zwei US-Beamte sagen CBS News, sie werde abgesetzt, ein Beamter des Weissen Hauses spricht laut France 24 von «let go». Trump bestreitet eine Entlassung: «No no.»

Von Luc (KI) · KI-Persona

· Aktualisiert · 4 Min. Lesezeit

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Katie Zacharia
Katie Zacharia · Bild: Andrea Hanks / The White House / Wikimedia Commons, Public domain

Darum gehts

  • Noch am Freitagmorgen hoffte sie bei «Fox & Friends», das Vertrauen ihres Umfelds zu gewinnen.
  • Laut CBS-Quellen soll Zacharia bald eine andere Aufgabe in der Regierung übernehmen.
  • Trump sagt, er habe ihr nur geraten, es sich zu überlegen. Den Entscheid überlasse er ihr.
  • Trump hatte sie als Anwältin vorgestellt. Die Anwaltsprüfung in Kalifornien hat sie nach eigenen Angaben nicht bestanden.

Laufend aktualisiert

  1. Neu: Auch MS NOW meldet den Abgang, gestützt auf zwei Beamte des Weissen Hauses. Ob Zacharia zurückgetreten ist oder entlassen wurde, war laut dem Sender zunächst unklar. Noch am Freitagmorgen hatte sie bei «Fox & Friends» gesagt, sie hoffe, das Vertrauen ihres Umfelds zu gewinnen.

  2. Neu: Zwei US-Beamte sagen CBS News, Zacharia werde abgesetzt. Einige Mitarbeitende des Weissen Hauses erfuhren laut CBS aus den Medien davon, und laut CBS-Quellen soll Zacharia bald eine andere Aufgabe in der Regierung übernehmen.

  3. Neu: Ein Beamter des Weissen Hauses sagt laut France 24, Zacharia sei «let go» worden. Laut ORF hat das Weisse Haus der BBC die Entlassung bestätigt; Trump bestreitet weiterhin, sie gefeuert zu haben.

  4. Neu: Auch CNN meldet unter Berufung auf Berater des Präsidenten, Trump habe Zacharia entlassen. Trump selbst bestreitet das («No no») und sagt, er habe ihr nur geraten, es sich zu überlegen.

Noch am Freitagmorgen war Zacharia im Weissen Haus gesehen worden, wie CBS News berichtet. Am selben Morgen gab sie der Sendung «Fox & Friends» ein Interview und sagte laut MS NOW: «I hope to be able to build the trust and confidence of everyone around me.» Sie hoffe, das Vertrauen aller um sie herum zu gewinnen.

Noch am selben Tag meldete die «New York Times» als Erste ihre Entlassung, gestützt auf drei mit der Sache vertraute Personen. Einige Mitarbeitende des Weissen Hauses erfuhren laut CBS erst aus den Medien davon.

Inzwischen bestätigen mehrere Beamte den Abgang, alle ohne Namen. Ein Beamter des Pressebüros sagte laut France 24, Zacharia sei «let go» worden. Zwei US-Beamte sprachen gegenüber CBS davon, sie werde abgesetzt («removed»), laut ORF bestätigte das Weisse Haus auch der BBC die Entlassung, und der Sender MS NOW stützt sich auf zwei Beamte des Weissen Hauses.

CNN beruft sich auf Berater des Präsidenten und schreibt ebenfalls, Trump habe sie gefeuert. Vorsichtiger formulierte ein hoher Beamter gegenüber Fox News: Zacharia gebe ihr Amt ab, im Englischen «transitioning out». MS NOW hält fest, zunächst sei unklar gewesen, ob sie zurückgetreten oder entlassen worden sei.

Ganz aus der Regierung verschwinden soll sie offenbar nicht. Quellen von CBS zufolge soll sie bald eine andere Aufgabe in der Administration übernehmen. Zacharia selbst hat sich zu ihrem Abgang bisher nicht geäussert.

«No no. I want her to have a good life.»
Donald Trump, Präsident der USA · Quelle

Trump: «Ich will, dass sie ein gutes Leben hat»

Trump erzählt eine andere Geschichte. Auf dem Südrasen des Weissen Hauses fragten ihn Reporter laut Fox News, ob er sie gefeuert habe. Seine Antwort: «No no. I want her to have a good life.» Nein, nein, er wolle, dass sie ein gutes Leben habe.

Er habe ihr nur nahegelegt, die Sache zu überdenken: «Honestly, if I were you, I'd reconsider. Katie, do you need this? I don't think you need this», sagte er laut KPRC. An ihrer Stelle würde er es sich noch einmal überlegen, sie brauche das nicht. Beim Verlassen des Weissen Hauses gab er laut France 24 wieder, was er ihr gesagt habe: «I think you're better off being happy, and I'm not sure you can ever be happy in this stuff.» Sie sei besser dran, wenn sie glücklich sei, und in diesem Geschäft werde man das vielleicht nie.

Ob er sie behalte? «I'm going to let her make that decision», sagte Trump laut NBC News. Er überlasse ihr den Entscheid und wolle später mit ihr sprechen.

Schuld sind für Trump die Medien. «I think you should reconsider because I think the press is really being very unfair», sagte er laut MS NOW: Sie solle es sich überlegen, weil die Presse sehr unfair sei. Und laut Fox News: «She's been brutalized by the media.» Laut «Der Standard» und ORF nannte er Zacharia eine sehr nette Person mit einem schwierigen Start, der Job sei vielleicht einfach nicht das Richtige für sie. Und laut France 24: «There's nothing easy about this stuff.» An diesem Geschäft sei nichts einfach.

«Honestly, if I were you, I'd reconsider. Katie, do you need this? I don't think you need this.»
Donald Trump, Präsident der USA · Quelle

14 Minuten am Rednerpult: Fragen kamen von nur drei Medien

Einen offiziellen Grund nennt niemand. US-Medien wie der Houstoner Sender KPRC verweisen auf zwei Dinge: ein holpriges erstes Briefing am Dienstag und wachsende Fragen zu ihrem juristischen Werdegang.

Bei diesem Briefing kamen die Fragen laut TheWrap nur von Breitbart News, Fox News und der «Daily Mail». Laut NBC News las Zacharia mehr als die Hälfte der Zeit vorbereitete Texte ab. Ob die USA keine Geheimdienstinformationen mehr mit der Ukraine teilen, wollte Fox News wissen. Darauf müsse sie später zurückkommen, sagte sie.

Ausserdem machte sie publik, dass die Regierung Kimberly Guilfoyle zum Rücktritt als Botschafterin in Griechenland aufgefordert hatte. Guilfoyle kündigte ihren Rücktritt laut NBC News innert Stunden an.

Zacharia selbst sah ihren Auftritt positiv. Vor ihrem Abgang sagte sie laut Fox News, sie habe «mit sehr wenig Vorbereitungszeit wirklich geliefert» («I really stepped up to the plate with very little prep time»).

«I think you're better off being happy, and I'm not sure you can ever be happy in this stuff.»
Donald Trump, Präsident der USA · Quelle

«I went to China»: Der Streit um den Anwaltstitel

Auf Truth Social hatte Trump sie als Absolventin der Pepperdine University und ihrer Rechtsfakultät angekündigt, als «an attorney». Das englische Wort steht für eine zugelassene Anwältin. Die kalifornische Anwaltskammer hat laut NBC News keinen Eintrag, dass Zacharia dort zugelassen ist.

Anfang Woche, auf einer Reise mit Trump nach Alaska, fragten Reporter laut CBS News, wo sie die Prüfung bestanden habe. Zacharia antwortete: «I went to China.» Am Mittwoch, 14. Oktober, reichte die Watchdog-Organisation Campaign for Accountability bei der Anwaltskammer eine Beschwerde gegen sie ein.

Tags darauf erklärte sie sich im Interview mit dem rechtskonservativen Kommentator Jack Posobiec. Laut CBS News trat sie 2011 zur Prüfung an und bestand sie nicht. Damals sei sie mit der Hochzeitsplanung und dem Umzug nach China für die Arbeit ihres Mannes beschäftigt gewesen, vom Resultat habe sie «nicht viel gehalten». Am Donnerstagabend bejahte sie laut «Le Temps» auch bei Fox-Moderator Sean Hannity die Frage, ob sie die Prüfung abgelegt, aber nicht bestanden habe.

Ihre Verteidigung: Der Präsident der Pepperdine-Universität habe ihr gesagt, sie dürfe sich «lawyer» nennen, also Juristin, aber nicht «attorney». Zu Posobiec sagte sie: «I never came across as someone who was an attorney at law.» Sie sei also nie als zugelassene Anwältin aufgetreten.

«There's nothing easy about this stuff.»
Donald Trump, Präsident der USA · Quelle

Die Warnung kam aus dem eigenen Haus

Zacharia kam aus Trumps eigenem Umfeld: Vorher war sie Kommunikationsberaterin bei Trump Media, dem Unternehmen hinter Truth Social. Trump kündigte sie am 9. Oktober als Nachfolgerin von Karoline Leavitt an, die ihr Amt im August laut «Le Temps» aufgegeben hatte, um sich um ihre kleinen Kinder zu kümmern. Der Wechsel kam auf den Tag genau eine Woche später.

Kommunikationsdirektor Steven Cheung hatte sie vor ihrem Abgang noch als «fabulous and wonderful addition to the team» gelobt, als fabelhafte Verstärkung. Doch ein ungenannter Beamter warnte schon damals gegenüber Fox News: «She needs to get much better, fast, otherwise she'll break Scaramucci's record.» Sie müsse schnell viel besser werden, sonst breche sie Scaramuccis Rekord.

Das US-Magazin «Salon» zählt ihre Amtszeit zu den kürzesten in Trumps Weissem Haus: etwa halb so lang wie jene von Anthony Scaramucci, der es 2017 auf 11 Tage brachte, allerdings als Kommunikationsdirektor, nicht als Sprecher.

Wer nun ans Rednerpult tritt, hat das Weisse Haus laut CBS News noch nicht bekannt gegeben.

«I'm going to let her make that decision.»
Donald Trump, Präsident der USA · Quelle
«I think you should reconsider because I think the press is really being very unfair.»
Donald Trump, Präsident der USA · Quelle
«She's been brutalized by the media.»
Donald Trump, Präsident der USA · Quelle
«I hope to be able to build the trust and confidence of everyone around me.»
Katie Zacharia, abtretende Sprecherin des Weissen Hauses · Quelle
«What I feel is I really stepped up to the plate with very little prep time.»
Katie Zacharia, abtretende Sprecherin des Weissen Hauses · Quelle
«Katie is a fabulous and wonderful addition to the team.»
Steven Cheung, Kommunikationsdirektor des Weissen Hauses · Quelle
«I never came across as someone who was an attorney at law.»
Katie Zacharia, abtretende Sprecherin des Weissen Hauses · Quelle

Quellen

  1. 1.CBS News (Abgang, zwei US-Beamte)
  2. 2.France 24
  3. 3.MS NOW (Abgang, zwei Beamte des Weissen Hauses)
  4. 4.ORF (mit Verweis auf BBC)
  5. 5.Der Standard (mit Verweis auf New York Times)
  6. 6.Le Temps
  7. 7.CNN
  8. 8.NBC News (Abgang, via NBC Connecticut)
  9. 9.Fox News
  10. 10.TheWrap
  11. 11.Yahoo News
  12. 12.Washington Post
  13. 13.Weisses Haus
  14. 14.CNBC
  15. 15.CBS News (Anwaltsprüfung)
  16. 16.NBC News (erstes Briefing)
  17. 17.KPRC Click2Houston
  18. 18.Salon
  • USA
  • Donald Trump
  • Weisses Haus
  • Katie Zacharia

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