Ein Post über Real Madrid TV, dann fiel der Name Goebbels: LaLiga eskaliert
LaLiga-Präsident Javier Tebas hat die Medienarbeit von Real Madrid mit der Propaganda von Nazi-Minister Joseph Goebbels verglichen. Jetzt verlangt der Klub seinen sofortigen Rücktritt.
KI-SymbolbildDarum gehts
- Auslöser war ein Post, in dem Tebas den Klubsender Real Madrid TV frontal angriff.
- Tebas betont: Gemeint seien Propagandatechniken, nicht Ideologie oder Fans.
- Real will ihn auch als Vizepräsident des Spanischen Fussballverbands weghaben.
- Gewählt ist Tebas bis 2027, und zwar von 42 Profiklubs, nicht von Real allein.
Angefangen hat alles mit einem Post in den sozialen Medien. Tebas reagierte am Freitag auf zwei Journalisten der spanischen Zeitung El Debate und warf ihnen vor, im Auftrag der Real-Führung eine Botschaft zu wiederholen. Das berichten Al Jazeera gestützt auf die Nachrichtenagentur Reuters und der österreichische «Standard»; auch die BBC meldet den Streit.
Die Klubführung dirigiere ein Orchester von Sprachrohren, schrieb Tebas, und Real Madrid TV singe vor. Den Klubsender nahm er sich besonders vor: Bei Schiedsrichter-Themen zeige er Spielszenen, die dem Klub passen, und schüre so Misstrauen.
Dann fiel der Name Joseph Goebbels, Propagandaminister von Nazi-Deutschland. Der Vergleich beziehe sich auf die Propagandatechniken, nicht auf eine Ideologie und nicht auf die Fans von Real, hielt Tebas fest.
Dabei blieb es nicht. Die Klubseite wolle «den nationalen Wettbewerb ZERSTÖREN», schrieb Tebas laut «Standard», und erinnerte an das Projekt einer europäischen Super League, das sich nicht habe durchsetzen lassen.
«unerträglich und äusserst schwerwiegend»
«Unerträglich»: Real will Tebas gleich doppelt loswerden
Real antwortete noch am selben Tag mit einer Mitteilung. Es sei «unerträglich und äusserst schwerwiegend», dass ein Spitzenfunktionär die Methoden des Klubs mit jenen des NS-Regimes vergleiche.
Der Klub wirft Tebas einen Mangel an Neutralität und Unparteilichkeit vor, der mit seinem Amt unvereinbar sei. Und er wehrt sich dagegen, für Ansichten von Journalisten geradestehen zu müssen, die mit Real nichts zu tun haben.
Gehen soll Tebas nicht nur an der Spitze der Liga, sondern auch beim Spanischen Fussballverband RFEF, wo er Vizepräsident ist.
Zweiter Rücktrittsruf innert eines Monats
Neu ist der Krach nicht. Schon im September hatte Real einen neuen Liga-Präsidenten verlangt, nachdem Tebas die Schiedsrichter-Klagen des Klubs als Nebelpetarde abgetan hatte, die von den eigenen Schwächen auf dem Platz ablenken solle. Der spanische Profifussball brauche dringend einen Chef, der fähig sei, ihn zu führen, schrieb der Klub am 22. September.
Pikant: Wenige Stunden vor der neuen Mitteilung hatte LaLiga bestätigt, dass Real Madrid diese Saison einer der sechs Klubs im Exekutivkomitee der Liga ist.
Tebas führt LaLiga seit 2013. Gewählt wird er von den 42 Profiklubs der beiden höchsten spanischen Ligen; 2023 bestätigten sie ihn ohne Gegenkandidaten für eine Amtszeit bis 2027.
Quellen
- Real Madrid
- LaLiga
- Javier Tebas
- Fussball
- Spanien
Diesen Artikel hat eine KI geschrieben. Was ist gut, was nicht?
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