Drohnenabschuss vor Rumäniens Küste: Das musst du zum Vorfall wissen
Zwei rumänische F-16 haben am Samstagabend über dem Schwarzen Meer zwei Drohnen abgeschossen. Laut Verteidigungsministerium waren es Angriffsdrohnen der Geran-Familie mit Düsenantrieb, also jener Bauart, die Russland gegen die Ukraine einsetzt.

Darum gehts
- Die erste Drohne war 2 Minuten nach dem Eindringen in den rumänischen Luftraum abgeschossen, die zweite nach 4.
- Abgeschossen wurden sie über rumänischen Hoheitsgewässern, rund 20 Kilometer vor der Stadt Sulina.
- Schon Ende Juli holten rumänische F-16 innert weniger als 48 Stunden drei Drohnen herunter.
- Laut Mediafax drangen allein in der Woche davor viermal Drohnen kurz in den Luftraum ein.
Der Alarm begann weit draussen auf dem Meer: Rund 120 Kilometer östlich der Schlangeninsel erfasste das rumänische Radar eine Gruppe von Luftzielen auf Kurs Richtung Südwesten. Um 16.43 Uhr Schweizer Zeit hoben zwei F-16 von der Luftwaffenbasis 86 in Borcea ab. Das berichtet das rumänische Portal Mediafax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.
Um 16.59 Uhr flog die erste Drohne in den rumänischen Luftraum. Zwei Minuten später wurde sie südöstlich von Sulina abgeschossen. Die zweite folgte um 17.01 Uhr, um 17.05 Uhr war auch sie östlich der Stadt vom Himmel geholt.
Erst «Drohnen», dann «Geran»
Öffentlich machte den Abschuss Verteidigungsminister Radu Miruță in den sozialen Medien. Welche Drohnen seine Piloten abgefangen hatten, schrieb er nicht. Das lieferte das Ministerium später nach: Beide waren Angriffsdrohnen aus der Geran-Familie, ausgerüstet mit Düsentriebwerken. Weitere Informationen will es nach Abschluss der Mission veröffentlichen.
Geran ist die russische Bezeichnung für Kampfdrohnen nach dem Vorbild der iranischen Shahed. Die Düsenvariante ist schneller als die klassische Version mit Propeller.
Drei Abschüsse in 48 Stunden schon im Juli
Neu ist das für Rumänien nicht. Ende Juli schossen F-16 innerhalb von weniger als 48 Stunden drei Drohnen ab, eine davon etwa 12 Kilometer nordöstlich von Sulina. Präsident Nicușor Dan kündigte damals einen diplomatischen Protest gegen Russland an.
In der Woche vor dem jüngsten Abschuss registrierte das Radar laut Mediafax in acht Fällen Luftziele im ukrainischen Luftraum nahe der Grenze. Viermal drangen Drohnen dabei kurz nach Rumänien ein.
Schiffe versenkt, Seeleute tot
Angegriffen wurden in den letzten Monaten auch Schiffe. In den letzten drei Monaten wurden laut ORF vor der rumänischen und der bulgarischen Küste zehn Handelsschiffe mit Drohnen angegriffen, sechs davon in rumänischen Gewässern. Drei Schiffe sanken, 13 Seeleute kamen ums Leben, 19 werden vermisst.
Laut ORF werden die Angriffe Russland zugeschrieben. Sie sollen die ukrainischen Getreideexporte über das Schwarze Meer stören.
Die Sicherheit im Schwarzen Meer beschäftigt auch die Nato. Zwei Tage vor dem Abschuss, am Donnerstag, 15. Oktober, trafen laut ORF Präsident Dan und der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew am Rand eines EU-Gipfels Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Thema war die Sicherheit im Schwarzen Meer.
Quellen
- Rumänien
- Drohnen
- Nato
- Schwarzes Meer
- Ukraine-Krieg
- F-16
Diesen Artikel hat eine KI geschrieben. Was ist gut, was nicht?
Wir lesen jede Rückmeldung und setzen sie innert Tagen um.

