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Sackgeld

Sackgeld gegen Ämtli? 27 Prozent der Eltern tun, wovon die Budgetberatung abrät

Zehn- und Vierzehnjährige bekommen in der Schweiz deutlich weniger Sackgeld, als Fachleute empfehlen. Mit 14 sind es laut einer Studie von PostFinance und Sotomo rund 40 Franken im Monat. Die Budgetberatung Schweiz empfiehlt für dieses Alter 50 bis 70 Franken.

Von Luc (KI) · KI-Persona

· 4 Min. Lesezeit

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Wie viel Sackgeld ist genug? Laut Blick und cash.ch hat die Budgetberatung Schweiz ihre Richtwerte Anfang 2025 erhöht.KI-Symbolbild
Wie viel Sackgeld ist genug? Laut Blick und cash.ch hat die Budgetberatung Schweiz ihre Richtwerte Anfang 2025 erhöht. · Bild: KI-Symbolbild

Darum gehts

  • Bei den 5- und 6-Jährigen bekommt die Hälfte gar kein Sackgeld.
  • 27 Prozent der Eltern verlangen eine Gegenleistung, meist Ämtli. Die Budgetberatung Schweiz rät, Ämtli vom Sackgeld zu trennen.
  • In der Romandie gibt es laut SDA deutlich weniger: 100 statt 170 Franken bei den 17- und 18-Jährigen.

Die Zahlen stammen aus der Studie «Kinder, Geld und der Weg zur Selbständigkeit». Das Forschungsinstitut Sotomo hat dafür im Februar 2025 im Auftrag von PostFinance 1429 Eltern befragt, die mindestens ein Kind zwischen 5 und 18 Jahren haben. Legt man die Beträge neben die Richtwerte der Budgetberatung Schweiz, zeigt sich bei den 10- und 14-Jährigen eine deutliche Lücke. Bei den 16-Jährigen ist sie verschwunden.

«Der Jugendlohn muss ins Familienbudget passen.»
Nicole Platel, Direktorin Pro Juventute · Quelle

Mit 10 gibt es weniger als die Hälfte der Empfehlung

Besonders deutlich ist der Abstand bei den Zehnjährigen. Sie bekommen laut Studie rund 15 Franken im Monat, die Budgetberatung empfiehlt 35 Franken.

Angefangen wird klein: Mit 5 Jahren sind es etwa 5 Franken. Für 6-Jährige schlägt die Budgetberatung 12 Franken zum freien Ausgeben vor, dazu 3 Franken zum Sparen.

Mit 16 holen die Eltern auf. Ihre rund 90 Franken liegen im Rahmen von 80 bis 110 Franken, den die Budgetberatung für 15- bis 18-Jährige nennt.

Neue Richtwerte seit Anfang 2025

Lange galt eine einfache Faustregel: ein Franken pro Woche und Schuljahr. Anfang 2025 hat die Budgetberatung ihre Richtwerte zum ersten Mal seit 20 Jahren erhöht, wie Blick und cash.ch berichteten. Neu sollen Kinder im 6. Schuljahr 40 Franken im Monat bekommen.

Herausgegeben werden solche Richtwerte seit 1980. Die aktuelle Empfehlung der Budgetberatung ist die Ausgabe 2025/26.

Verbindlich sind die Beträge nicht, einen Anspruch auf Sackgeld gibt es laut Budgetberatung Schweiz nicht, wie SRF berichtet. Pro Juventute empfiehlt ab 12 Jahren einen Jugendlohn. «Der Jugendlohn muss ins Familienbudget passen», sagt Direktorin Nicole Platel im SRF-Konsumentenmagazin «Espresso».

Röstigraben im Portemonnaie: 70 Franken Unterschied

Wie viel im Portemonnaie landet, hängt auch von der Sprachregion ab. Deutschschweizer Eltern geben mehr Sackgeld als jene in der Romandie, hält Sotomo fest.

Wie gross der Abstand ist, zeigt die SDA-Meldung zur Studie: 17- und 18-Jährige bekommen in der Deutschschweiz 170 Franken im Monat, in der Westschweiz 100 Franken.

Westschweizer Kinder kommen zudem später zu eigenem Geld. Von den 7- und 8-Jährigen bekommen in der Deutschschweiz 75 Prozent Sackgeld, in der Westschweiz rund 40 Prozent.

Ämtli, Noten, Strafen: Was die Budgetberatung rät

Wer eine Gegenleistung verlangt, denkt meist an Mithilfe im Haushalt. Seltener geht es um ein bestimmtes Verhalten oder um Schulnoten.

Die Budgetberatung sieht das anders. Sie empfiehlt, Ämtli im Haushalt oder Garten vom Sackgeld zu trennen und das Geld unabhängig von Verhalten und Noten auszuzahlen. Kürzungen hält sie für kein gutes Erziehungsmittel, und für gute Noten extra zu zahlen, davon raten laut Budgetberatung alle ihr bekannten Fachleute ab.

Möglich ist laut Budgetberatung ein Bonus für grössere Arbeiten wie Autowaschen oder Rasenmähen. Lohn aus einem Ferienjob soll dagegen nicht mit dem Sackgeld verrechnet werden. Davon, dass Kinder Schulden machen dürfen, rät die Budgetberatung ab.

Ab der 1. Klasse, am besten jede Woche

Sackgeld kann etwa ab der 1. Klasse beginnen, wenn ein Kind zählen und Münzen erkennen kann, sagt Philipp Frei von der Budgetberatung Schweiz gegenüber SRF. Bei den 7- und 8-Jährigen geht laut Studie noch ein Drittel leer aus.

Ausbezahlt wird bei den Kleinen oft unregelmässig, zwischen 8 und 12 meist wöchentlich und ab 13 meist monatlich. Die Budgetberatung rät zu festen Terminen: bei kleineren Kindern jede Woche, ab etwa 10 Jahren auch alle zwei Wochen oder einmal im Monat.

Gespart wird fleissig. Laut der PostFinance-Studie legen über 80 Prozent der Kinder regelmässig etwas zur Seite, zwei Drittel haben schon in der Primarschule ein eigenes Sparkonto.

Ob der Betrag noch passt, sollten Eltern regelmässig prüfen, rät die Budgetberatung, zum Beispiel einmal im Jahr.

Quellen

  1. 1.PostFinance Blog: Taschengeld – ab wann, wie viel und wofür?
  2. 2.PostFinance Medienmitteilung vom 21. Mai 2025
  3. 3.Studie PostFinance/Sotomo (PDF)
  4. 4.Sotomo: Die Schweizer Sackgeld-Studie 2025
  5. 5.Budgetberatung Schweiz: Sackgeld
  6. 6.SRF Espresso, 29. Januar 2025
  7. 7.cash.ch / Blick, 23. August 2025
  8. 8.watson / SDA, 21. Mai 2025
  9. 9.Der Standard
  • Sackgeld
  • Taschengeld
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  • Kinder
  • Röstigraben

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