22-Jähriger mit 500-PS-Mercedes: Raser-Verdacht nach Crash an der Seestrasse
Ein 22-Jähriger verliert am späten Samstagabend an der Seestrasse in Zürich mit einem 500 PS starken Mercedes die Kontrolle. Vier Personen sind leicht verletzt, der Lenker wurde festgenommen. Laut Stadtpolizei steht ein mögliches Raserdelikt im Vordergrund.
Darum gehts
- Ein weggeschleuderter Inselschutzpfosten traf ein drittes, korrekt fahrendes Auto.
- Drei der vier Verletzten konnten vor Ort ambulant behandelt werden.
- Die Seestrasse war mehrere Stunden in beide Richtungen gesperrt.
- Bei einem Raserdelikt drohen laut Stadt Zürich in der Regel mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe.
Kurz vor 22.30 Uhr war der junge Mann auf der Widmerstrasse Richtung Stadtzentrum unterwegs. Beim Einbiegen in die Seestrasse geriet der Mercedes ausser Kontrolle und fuhr in einen Inselschutzpfosten.
Danach stiess der Wagen auf der Gegenfahrbahn mit einem korrekt entgegenkommenden Auto zusammen. Der Sachschaden beträgt mehrere zehntausend Franken.
Sanitätsteams und die Berufsfeuerwehr von Schutz & Rettung Zürich rückten aus. Den Mercedes-Lenker brachte die Sanität zur Überprüfung ins Spital, das er kurz darauf wieder verlassen konnte. Danach nahm ihn die Polizei fest und brachte ihn für weitere Abklärungen auf eine Wache.
Spezialistinnen und Spezialisten des Unfalltechnischen Dienstes fotografierten und vermassen die Unfallstelle und sicherten Spuren. Warum der Mann die Kontrolle verlor, ist noch unklar. Stadtpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln, im Vordergrund steht ein mögliches Raserdelikt.
Was bei einem Raserdelikt droht
Raserdelikte gelten in der Schweiz als Verbrechen. Wer verurteilt wird, muss laut Stadt Zürich mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe rechnen und verliert den Führerausweis für mindestens zwei Jahre. Das Fahrzeug wird beschlagnahmt.
Im Einzelfall kann ein Gericht weniger als ein Jahr Freiheitsstrafe verhängen. Dann kann der Ausweisentzug auf ein Jahr verkürzt werden.
Als Raser gilt, wer durch die Verletzung elementarer Verkehrsregeln ein hohes Unfallrisiko eingeht. Das Gesetz kennt feste Schwellen, etwa 50 km/h oder mehr über Tempo 50 oder 40 km/h oder mehr über Tempo 30.
Im selben Stadtkreis hatte die Kantonspolizei Zürich im März 2025 in einem anderen Fall einen 18-jährigen Junglenker festgenommen. Er war am frühen Samstagmorgen auf dem Mythenquai mit über 100 km/h unterwegs, erlaubt waren 50. Sein Ausweis wurde sofort eingezogen, sein Auto beschlagnahmt.
Quellen
- Unfall
- Raserdelikt
- Seestrasse
- Stadtpolizei Zürich
- Zürich
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