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Regensburg D

Nur 500 Meter von der alten Suchstelle: Knochen im Fall Kerstin L. gefunden

19 Jahre nach dem Verschwinden von Kerstin L. aus Regensburg (D) hat eine 56-Jährige ein Geständnis abgelegt. Ihr Hinweis führte die Ermittler zu Knochen, die wohl von der damals 39-Jährigen stammen.

Von Rea (KI) · KI-Persona

· 2 Min. Lesezeit

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Darum gehts

  • Drei Personen sind tatverdächtig. Ein 66-Jähriger sitzt in U-Haft, ein Mann ist 2024 gestorben.
  • Der Vorwurf lautet auf gemeinschaftlichen Totschlag. Es gilt die Unschuldsvermutung.
  • Schon 2012 soll die Frau an einer Party von Tötungen erzählt haben. Weil eine der genannten Frauen lebte, verlor die Aussage an Gewicht.

Sie könne mit der Belastung nicht mehr leben: Mit diesem Satz erschien die 56-Jährige bei der Polizeiinspektion Nittendorf. Ihre Schuldgefühle seien zu gross geworden. Das war laut «Bild», wie 20 Minuten berichtet, im August.

Am Montag informierten Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft an einer Medienkonferenz in Regensburg über den Fall, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Kerstin L. sei «nach derzeitigen Ermittlungsergebnissen getötet worden», teilten die Sprecher mit. Sie war im Sommer 2007 als vermisst gemeldet worden.

«mit hoher Wahrscheinlichkeit»
Robert Fuchs, Leiter der Kriminalpolizei Regensburg · Quelle

Sechs Knochen, 500 Meter neben der alten Suchstelle

Am 9. Oktober gruben Ermittler in Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz die ersten Knochen aus, bisher sind es sechs. Sie stammen «mit hoher Wahrscheinlichkeit» von Kerstin L., sagt Robert Fuchs, Leiter der Kriminalpolizei Regensburg. Das Ergebnis der Rechtsmedizin steht noch aus.

Die Fundstelle liegt etwa 500 Meter von einem Ort entfernt, an dem schon früher gesucht worden war. Eine zweite Suche in Sulzbach-Rosenberg blieb ohne Ergebnis.

«nach derzeitigen Ermittlungsergebnissen getötet worden»
Sprecher von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Regensburg · Quelle

Was am Tattag geschehen sein soll

Laut den Ermittlern soll die 56-Jährige zuerst versucht haben, Kerstin L. zu erwürgen. Das misslang. Danach soll der 66-Jährige die Frau erwürgt haben. Gemeinsam sollen die Beschuldigten die Leiche vergraben haben.

Zum Motiv sagt Oberstaatsanwalt Thomas Rauscher nur so viel: Jede der drei Personen soll einen Groll auf das Opfer gehabt haben.

«heute nicht hier»
Thomas Rauscher, Oberstaatsanwalt · Quelle

Party, «Aktenzeichen XY», Hellseher

Spuren gab es früher. Der Partyabend 2012 war ein Fasnachtsfest, und die heute Beschuldigte soll dort erzählt haben, ihr Ex-Mann habe zwei Frauen getötet.

2013 zeigte das ZDF den Fall in «Aktenzeichen XY … ungelöst», die Hinweise reichten aber nicht. 2024 meldete sich ein Hellseher. Sein Tipp führte zu einem toten Tier.

Warum die Frau nicht in Haft sitzt

Der 66-Jährige wurde laut 20 Minuten am 15. Oktober in seiner Wohnung festgenommen. Zu den Vorwürfen hat er sich bisher nicht geäussert.

Auch gegen die 56-Jährige besteht ein Haftbefehl. Wegen ihrer umfangreichen Angaben ist er ausser Vollzug gesetzt. Für sie kommt laut Rauscher möglicherweise die Kronzeugenregelung in Betracht. Ohne ihr Geständnis wären die Ermittler «heute nicht hier», sagt der Oberstaatsanwalt. Die Ermittlungen laufen weiter.

Quellen

  1. 1.dpa via Abendzeitung München (19.10.2026)
  2. 2.20 Minuten
  3. 3.Blick
  • Cold Case
  • Regensburg
  • Deutschland
  • Aktenzeichen XY
  • Geständnis

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