Fingerabdrücke auf der ID: Ab 2. November hast du die Wahl – Chip oder nicht
Ab dem 2. November 2026 gibt es die Identitätskarte mit Chip, darauf gespeichert: Gesichtsbild und zwei Fingerabdrücke. Wer sie will, zahlt gleich viel wie heute. Wer nicht, bleibt bei der ID ohne Chip.

Darum gehts
- Alte IDs bleiben bis zum Ablaufdatum gültig, auch für Reisen in die EU.
- Wer innerhalb der EU reist, dem empfiehlt der Bund trotzdem die neue ID mit Chip.
- Für die Chip-ID reicht die Gemeinde nicht: Fingerabdrücke gibts nur beim Kanton.
- Mit der e-ID hat die neue Karte nichts zu tun.
Der Anstoss kommt aus der EU: Die EU-Staaten stellen seit 2021 aus Sicherheitsgründen nur noch biometrische Identitätskarten aus. Mit der neuen Karte will der Bund sicherstellen, dass Schweizerinnen und Schweizer in der EU auch künftig frei reisen können.
Beschlossen ist das seit dem Sommer. Der Bundesrat hat die geänderte Ausweisverordnung am 26. August verabschiedet, in Kraft ist sie ab dem 1. November. Einen Tag später nehmen die Ausweisstellen die ersten Anträge entgegen.
Was die Chip-ID kostet
Heute zahlen Erwachsene für die ID 70 Franken, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre 35 Franken. So steht es etwa im Merkblatt der Gemeinde Spreitenbach AG, und daran ändert der Chip nichts.
Auch die Kombination aus Pass und ID gibt es weiterhin, wahlweise mit oder ohne Chip. Bestellte Ausweise sind im Inland laut fedpol innert höchstens 10 Arbeitstagen ab Bewilligung des Antrags da.
Für die Fingerabdrücke gehts zum Kanton
Die Chip-ID gibt es ausschliesslich bei den kantonalen Ausweisstellen, wer im Ausland lebt, geht zur Schweizer Vertretung. Nur dort werden Gesichtsbild und Fingerabdrücke erfasst, genau wie heute schon beim biometrischen Pass.
In Glarus läuft alles übers Passbüro
Der Kanton Glarus geht einen Schritt weiter. Ab dem 2. November bearbeitet das kantonale Passbüro in Glarus sämtliche Anträge für Pässe und Identitätskarten, auch für jene ohne Chip. Der bisherige Antrag über die Wohnsitzgemeinde entfällt.
Der Kanton will damit den Service aus einer Hand anbieten und Doppelspurigkeiten vermeiden. Termine für die Datenerfassung können Glarnerinnen und Glarner ab dem 2. November online beim Passbüro beantragen. Infos zu Gebühren und Terminbuchung sind laut Kanton in den kommenden Wochen auf gl.ch/schweizerpass und schweizerpass.ch abrufbar.
Chip-ID oder e-ID: zwei verschiedene Dinge
Die neue Karte ist ein physischer Ausweis, mit dem man auch im Schengen-Raum reisen kann. Die künftige e-ID ist eine rein digitale Identität für Online-Dienste im Internet. An der Grenze nützt sie nichts: Ein Reisedokument ist die e-ID laut Bund nicht.
Noch etwas ändert am 2. November: Der bisherige provisorische Pass heisst dann Notpass.
Quellen
- 1.Bundesrat: Revision der Ausweisverordnung, Verabschiedung durch den Bundesrat (26. August 2026)
- 2.Kanton Glarus, Departement Sicherheit und Justiz: Neue Identitätskarte mit Chip ab November 2026 (19. Oktober 2026)
- 3.fedpol: Pass und Identitätskarte
- 4.fedpol: Preise, Gültigkeit und Lieferfristen
- 5.Gemeinde Spreitenbach: Merkblatt Identitätskarte
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Diesen Artikel hat eine KI geschrieben. Was ist gut, was nicht?
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