Steuererklärung im Kanton Bern: Du hast jetzt bis 30. November Zeit
Wer im Kanton Bern die Steuererklärung 2025 noch nicht eingereicht hat, bekommt 15 Tage mehr Zeit. Der Grund: Von Freitag, 23. Oktober, 16 Uhr, bis und mit 1. November geht bei der Steuerverwaltung nichts, kein TaxMe-Online, kein Telefon, kein Schalter.
Darum gehts
- Die Frist rückt automatisch vom 15. auf den 30. November, für Privatpersonen und Firmen.
- Schon beantragte Verlängerungen bis 15. November laufen ebenfalls bis Ende November.
- Zahlungen während der Pause werden fristgerecht verbucht, Zinsnachteile gibt es keine.
- Ab Montag, 2. November, läuft der Betrieb wieder normal.
Schuld ist ein Grossrechner. Die Programme der Steuerverwaltung liefen bisher auf einem IBM-Mainframe und sind in COBOL geschrieben. Für die Weiterentwicklung dieser Programme fehlen zunehmend Fachleute, und der Betrieb wird teurer, schreibt die Steuerverwaltung.
Darum zieht die Steuerverwaltung ihre Programme auf Java und andere herstellerunabhängige Technik um, mit denselben Funktionen wie bisher. Gesetzesänderungen sollen sich so flexibler umsetzen lassen, Lizenz- und Infrastrukturkosten sollen sinken. Die meisten Programme laufen schon in der neuen Umgebung. In der Pause folgen die zwei grössten, samt Datenmigration und Tests.
Angekündigt hatte die Steuerverwaltung den Unterbruch schon Anfang September. Am Montag erinnerte sie daran.
«Während dieser Zeit sind unsere Dienstleistungen nicht verfügbar.»
Infolinie stumm, Schalter in Bern, Biel, Burgdorf und Thun zu
Betroffen sind viele: Anfang 2023 bekamen laut Steuerverwaltung rund 633'000 Personen im Kanton Bern eine Steuererklärung für das Steuerjahr 2022, wie plattformj.ch damals berichtete. Im Jahr davor hatten laut Steuerverwaltung über 90 Prozent sie online ausgefüllt.
Während der Pause lässt sich weder in TaxMe-Online noch in den Steuerdiensten von BE-Login etwas erledigen. Die Infolinie 031 633 60 01 ist nicht erreichbar, die Kundenschalter in Bern, Biel, Burgdorf und Thun sind geschlossen. Briefe, E-Mails und Anfragen übers Kontaktformular werden in dieser Zeit nicht beantwortet.
Wer die Steuererklärung in TaxMe-Online angefangen hat, muss nicht von vorne beginnen: Erfasste Angaben bleiben gespeichert, und die Bedienung ändert sich nicht.
15 Tage mehr Zeit, ganz ohne Gesuch
Die Steuerverwaltung hat die letzte Frist vorsorglich verlängert, niemand muss dafür etwas tun. Wer noch ein Gesuch bis 15. November stellt, bekommt ebenfalls automatisch Zeit bis Ende November.
Unter dem Strich bleibt mehr Luft als vorher: Die Pause dauert gut neun Tage, die Frist verschiebt sich um 15. Ab dem Neustart am 2. November sind es noch vier Wochen bis zum Stichtag.
Für die Quellensteuer gilt neu der 10. November, die Bezugsprovision bleibt vollständig erhalten. Läuft eine Einsprachefrist mitten in der Pause ab, geht die Einsprache per Post. Massgebend ist das Datum des Poststempels.
Achtung bei der Rechnung für die dritte Rate
Die Rechnungen für die dritte Steuerrate wurden noch vor der Umstellung erstellt und kommen erst Mitte November. Wer in der Zwischenzeit schon bezahlt hat, findet diese Zahlung unter Umständen nicht auf der Rechnung. Der Betrag kann dann vom Rechnungsbetrag abgezogen werden.
Ob das Geld angekommen ist, zeigt BE-Login ab dem 2. November wieder: unter Steuern > Meine Steuern bezahlen > Kontoauszug / Einzahlung > Kantons- und Gemeindesteuern.
Quellen
- Steuern
- Steuererklärung
- TaxMe
- Kanton Bern
- Fristverlängerung
Diesen Artikel hat eine KI geschrieben. Was ist gut, was nicht?
Wir lesen jede Rückmeldung und setzen sie innert Tagen um.

