Schweizerin an Ebola erkrankt: Das sagt das BAG zum Risiko für die Schweiz
Eine Schweizerin ist in Nigeria an Ebola erkrankt, wie das EDA gegenüber SRF bestätigte. Es ist der erste bestätigte Fall dieses Ausbruchs in Nigeria und damit im Westen Afrikas. Das Risiko für die Schweizer Bevölkerung schätzt das BAG als sehr gering ein.
Darum gehts
- Die Frau eines Mitarbeiters der Schweizer Botschaft liegt mit Symptomen in einer Privatklinik in Abuja.
- Angesteckt hat sie sich laut EDA mutmasslich vor rund zwei Wochen auf einer Reise in Uganda.
- Ihr Ehemann ist in Isolation, hat laut den Schweizer Behörden aber keine Symptome.
- Für die Einreise in die Schweiz gelten laut BAG wegen des Ausbruchs keine besonderen Regeln.
Festgestellt wurde die Infektion am 20. Oktober, wie swissinfo.ch berichtet. In der Klinik liegt die Frau laut Blick seit rund einer Woche.
Das EDA prüft eine Rückreise in die Schweiz, schreibt der Tages-Anzeiger. Entschieden ist noch nichts.
Botschaft in Abuja bleibt offen
Die übrigen 25 Mitarbeitenden der Botschaft sind wohlauf, teilte das EDA 20 Minuten mit. In Absprache mit dem nigerianischen Gesundheitsministerium und der WHO wurde entschieden, dass sie nicht in Isolation müssen. Die Botschaft bleibt geöffnet.
Kongo oder nicht? Uganda widerspricht dem EDA
Wo die Frau unterwegs war, ist umstritten. Ugandas Regierung erklärte, sie sei auch in den Osten der Demokratischen Republik Kongo gereist, ins Zentrum des Ausbruchs. Das EDA bestreitet das: Das Ehepaar sei nicht im Kongo gewesen, berichtet die NZZ.
Stimmt die Version des EDA, hat sich die Frau ausserhalb des Kongos angesteckt, mutmasslich in Uganda. Gerade das dürfte laut Guardian die Sorge verstärken, ob sich der Ausbruch eindämmen lässt.
Eine weitere Spur führt zum Flughafen Entebbe in Uganda. Am 3. Oktober reisten sowohl die Patientin in Nigeria als auch eine an Ebola erkrankte Person in Kenia über diesen Flughafen, sagen Behörden laut BBC. Möglicherweise sind sich die beiden dort begegnet.
Der Ausbruch erreicht erstmals den Westen Afrikas
Mit dem Fall in Nigeria hat das Virus von Ostafrika auf den Westen des Kontinents übergegriffen, zum ersten Mal in diesem Ausbruch. Die WHO warnt nun vor einem «komplexen» Ausbruch in Afrika.
Bereits im Mai 2026 hatte die WHO wegen der Fälle in der DR Kongo eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen, wie swissinfo.ch schreibt. Geografisch ist es laut Guardian schon jetzt der am weitesten verbreitete Ebola-Ausbruch der Geschichte.
Ausgelöst wird er durch das Bundibugyo-Virus. Es überträgt sich laut BAG über direkten Kontakt mit Körperausscheidungen, eine Ansteckung über infizierte Gegenstände ist ebenfalls möglich.
Quellen
- Ebola
- Nigeria
- EDA
- BAG
- Uganda
- WHO
Diesen Artikel hat eine KI geschrieben. Was ist gut, was nicht?
Wir lesen jede Rückmeldung und setzen sie innert Tagen um.


