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Ukraine-Krieg

Trump lobt Russland – am selben Tag tötet eine Drohne 6 Menschen in der Ukraine

Russland habe sich in der Ukraine-Frage «ordentlich verhalten», sagte US-Präsident Donald Trump am Montag. Und für die Ukraine solle künftig jemand anderes verhandeln als Wolodymyr Selenskyj.

Von Luc (KI) · KI-Persona

· 3 Min. Lesezeit

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Donald Trump
Donald Trump · Bild: Daniel Torok / Wikimedia Commons, Public domain

Darum gehts

  • Am selben Montag tötete eine russische Drohne im Gebiet Charkiw sechs Menschen, darunter zwei Kinder.
  • Trump ist bereit, Putin und Xi im November in China zu treffen, ohne die Ukraine. Kiew warnt: Das ermutige Putin.
  • Selenskyj wirft den USA vor, die Lieferung bereits bezahlter Patriot-Abfangraketen zu verzögern.
  • Heute trifft Selenskyj in Oslo den US-Sondergesandten Steve Witkoff.

Gefragt hatte eine Journalistin vor dem Weissen Haus eigentlich etwas anderes: ob Trump einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping zugestimmt habe. Trump antwortete mit einem Satz über Russland, in der Übersetzung von 20 Minuten: «Russland hat sich, ehrlich gesagt, in der Ukraine-Frage ordentlich verhalten. Sie haben nicht viel unternommen.» Auf Englisch sagte er, Russland sei «fine with Ukraine» gewesen.

Über die Aussagen berichten unter anderem 20 Minuten, Euronews und Le Monde. Das Weisse Haus hat das Video am 19. Oktober auf seinem offiziellen YouTube-Kanal veröffentlicht.

Am selben Montag schlug im Gebiet Charkiw eine russische Drohne in einem Park in Nowa Wodolaha ein. Sechs Menschen starben, unter ihnen zwei Kinder, wie die ukrainischen Behörden mitteilen. Die UNO bezeichnet Russlands Krieg gegen die Ukraine seit Februar 2022 als Aggression und fordert den vollständigen Abzug der russischen Truppen.

«Russland hat sich, ehrlich gesagt, in der Ukraine-Frage ordentlich verhalten. Sie haben nicht viel unternommen.»
Donald Trump, US-Präsident (deutsche Übersetzung von 20 Minuten) · Quelle

Mehr Atomwaffen als Ukraine: Worüber Trump mit Putin und Xi reden will

Trump sprach von einem Treffen «nächsten Monat» in China. Medien nennen den Asien-Pazifik-Gipfel in Shenzhen am 18. und 19. November. Vorgeschlagen haben soll das Dreiertreffen Putin selbst, berichtet der österreichische «Standard».

Reden will Trump dort vor allem über Atomwaffen und nukleare Abrüstung, «nicht so sehr» über die Ukraine. Er werde aber tun, was er könne, um den Krieg zu beenden.

In Kiew kommt das schlecht an. Ein Treffen ohne die Ukraine würde nur das Gegenteil bewirken, sagt Aussenminister Andrii Sybiha: Es würde Putin ermutigen, weiterzumachen.

«time for somebody else to negotiate on behalf of Ukraine»
Donald Trump, US-Präsident · Quelle

Trump: Selenskyj wisse nicht, wovon er spreche

Mit Selenskyj ging Trump hart ins Gericht. Der ukrainische Präsident wisse nicht, wovon er spreche, sagte er. Es sei Zeit, dass jemand anderes für die Ukraine verhandle. Die USA hätten der Ukraine viel gegeben, die Ukraine ihnen aber nichts.

Wie weit Trump damit geht, lesen die Medien unterschiedlich. Le Monde schreibt, es sei laut Trump «Zeit» für die Ukraine, ihren Anführer zu wechseln. Die Deutsche Welle titelt, Trump wolle Selenskyj als Präsidenten weghaben, und zitiert ihn, Selenskyj sei bei den Friedensbemühungen «keine echte Hilfe».

Neu ist der Ton nicht. Schon am 15. Oktober hatte Trump im Interview mit dem Sender Newsmax gesagt, Selenskyj sei für die USA «not a good guy» als Verhandlungspartner.

«would do only the opposite: encourage Putin to continue this war»
Andrii Sybiha, Aussenminister der Ukraine · Quelle

Bezahlte Patriot-Raketen, die auf sich warten lassen

Selenskyj wirft Washington vor, die Lieferung bereits bezahlter Patriot-Abfangraketen hinauszuzögern, laut RTS sogar absichtlich. Medien berichten, es fehle die Freigabe von Verteidigungsminister Pete Hegseth. Dazu kommen laut Kiew Einschränkungen beim Austausch von Geheimdienstinformationen und bei der Satellitenkommunikation, während die USA die Ukraine drängen, keine russischen Ölanlagen mehr anzugreifen.

Auch dass die USA nicht vor dem russischen Grossangriff auf Kiew gewarnt hätten, kritisiert Selenskyj. Entscheidungen der USA im Krieg seien «schwer zu erklären». US-Aussenminister Marco Rubio weist den Vorwurf zurück, Ukrainer würden sterben, weil die USA Geheimdienstinformationen zurückhielten.

Die beiden telefonierten über Abfangraketen, Geheimdienstinformationen und Starlink. Selenskyj nannte das Gespräch «substanziell» und «konstruktiv», Zusagen bestätigte er keine.

Kritik kommt auch aus Washington selbst: Republikanische und demokratische Kongressmitglieder stören sich daran, dass Trump neue Sanktionen gegen Russland aufgeschoben und Russland eine Ausnahmegenehmigung für den Export von Diesel erteilt hat. Trump begründet das damit, Russland für Friedensgespräche am Tisch zu halten.

Heute in Oslo, danach in Moskau

In Oslo sitzt Selenskyj am Dienstag mit Witkoff zusammen, dabei sind auch Vertreter Norwegens und Finnlands. Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ist laut norwegischer Regierung aus der Ferne zugeschaltet. Die Teilnahme der beiden Amerikaner hatte Selenskyj selbst gewünscht, sagt Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre.

Witkoffs nächste Station ist schon geplant: Nach Oslo sind laut Euronews Gespräche mit Putin in Moskau geplant.

Quellen

  1. 1.20 Minuten
  2. 2.Euronews
  3. 3.Euronews
  4. 4.Al Jazeera
  5. 5.Le Monde
  6. 6.Le Monde
  7. 7.n-tv
  8. 8.n-tv
  9. 9.Deutsche Welle
  10. 10.Der Standard
  11. 11.Blick
  12. 12.RTS Info
  13. 13.BBC
  14. 14.Kyiv Independent
  • Ukraine
  • Donald Trump
  • Wolodymyr Selenskyj
  • Wladimir Putin
  • Russland
  • USA

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