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Neue ID mit Fingerabdruck ab 2. November: Wer sie braucht und wer nicht

Ab Montag, 2. November, kann man eine Schweizer Identitätskarte mit Chip beantragen. Darauf gespeichert: Gesichtsbild und zwei Fingerabdrücke. Wer seine alte ID behalten will, muss aber nichts tun.

Von Luc (KI) · KI-Persona

· 3 Min. Lesezeit

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Ab 2. November gibt es die Identitätskarte auch mit Chip. (Symbolbild)KI-Symbolbild
Ab 2. November gibt es die Identitätskarte auch mit Chip. (Symbolbild) · Bild: KI-Symbolbild

Darum gehts

  • Die Karte mit Chip ist freiwillig und kostet gleich hohe Gebühren wie die heutige ID.
  • Wer mit dem Pass reist oder sich nur in der Schweiz ausweisen muss, braucht keinen Chip.
  • Für EU-Reisen empfiehlt sie der Bund: Ab einem noch offenen Datum reichen neu ausgestellte IDs ohne Chip dort nicht mehr.
  • Den Chip gibts nur bei der kantonalen Pass- und ID-Stelle oder im Ausland bei der Schweizer Vertretung, nicht bei der Gemeinde.

Wie lange die eigene ID noch für die Ferien in Italien oder Spanien reicht, steht auf der Karte selbst. Bei Erwachsenen sind es höchstens zehn Jahre: Die ID einer erwachsenen Person vom Frühling 2024 gilt also bis 2034 auch für Reisen in die EU.

Die Schweiz muss die biometrische ID spätestens ein Jahr nach Inkrafttreten des revidierten Personenfreizügigkeitsabkommens einführen, schrieb der Bundesrat 2025. Brauchen wird den Chip, wer sich nach diesem Zeitpunkt, für den es noch kein festes Datum gibt, eine neue ID ausstellen lässt und ohne Pass in die EU reisen will.

Für den Chip ins kantonale Passbüro

Die ID ohne Chip gibts weiterhin dort, wo man sie heute holt, in manchen Kantonen bei der Gemeinde. Wer den Chip will, wendet sich ans kantonale Passbüro, im Ausland an die Schweizer Vertretung. Im Aargau vereinbart man ab 2. November einen Termin beim kantonalen Ausweiszentrum in Aarau.

Beantragen kann man online, telefonisch oder am Schalter des Passbüros. Im Kanton Zürich muss man danach am vereinbarten Termin persönlich erscheinen, weil das Passbüro die biometrischen Daten erfasst.

Für Ausweise gibt fedpol allgemein eine Lieferfrist von höchstens zehn Arbeitstagen im Inland an, gerechnet ab Bewilligung des Antrags. Allgemeine Fragen beantwortet die Gratis-Hotline von fedpol (0800 820 008).

Wer auf die Fingerabdrücke zugreifen darf

Auslesen lassen sich die Daten auf dem Chip nur, wenn die Karte vorgezeigt wird, nicht aus der Distanz. Auf die Fingerabdrücke zugreifen dürfen nur Staaten, deren Datenschutz dem schweizerischen gleichwertig ist.

Die neue Karte ist nicht die e-ID: Die Chip-ID ist ein Reisedokument, die e-ID ein elektronischer Ausweis für die digitale Welt.

Gleiche Gebühr, in Zürich plus Porto

Die ID kostet mit und ohne Chip gleich viel. Im Kanton Schwyz etwa zahlen Erwachsene heute 70 Franken, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre 35 Franken.

Im Kanton Zürich kommen pro Ausweis 5 Franken Porto dazu, weil die Ausweise von einem externen Produktionsort verschickt werden. Wer dort Pass und ID zusammen bestellt, zahlt als Erwachsener 158 Franken inklusive Porto, für Kinder und Jugendliche sind es 78 Franken.

Warum die Schweiz nachzieht

Hintergrund ist eine EU-Verordnung von 2019. Seit 2021 stellen die EU-Staaten nur noch biometrische Identitätskarten aus.

Am 26. August hat der Bundesrat die Verordnung über die Ausweise für Schweizer Staatsangehörige angepasst. Sie tritt am Sonntag, 1. November, in Kraft.

Quellen

  1. 1.Bundesrat, Medienmitteilung vom 26. August 2026
  2. 2.Bundesrat/fedpol, Medienmitteilung vom 30. Juni 2025
  3. 3.Kanton Zug, Neue biometrische Identitätskarte mit Chip
  4. 4.Kanton Schwyz, Passbüro: Pass und Identitätskarte
  5. 5.Kanton Zürich, Pass & Identitätskarte
  6. 6.Gemeinde Schloss Rued, Biometrische ID ab November 2026
  7. 7.fedpol, Beantragen
  8. 8.fedpol, Preise, Gültigkeit und Lieferfristen
  9. 9.fedpol, Pass und Identitätskarte
  • Identitätskarte
  • Biometrie
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  • Passbüro
  • Service

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