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Europa-Ranking

Zürich auf Platz 1 beim Geld nach der Miete – die Rechnung hat einen Haken

Einem Paar in Zürich bleiben nach der Miete 9140 Euro im Monat, so viel wie in keiner anderen von 28 europäischen Städten. Das zeigt ein Bericht der Deutschen Bank, wie Euronews berichtet. Gerechnet ist allerdings nur mit einem einzigen Kostenpunkt.

Von Luc (KI) · KI-Persona

· 3 Min. Lesezeit

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Nach der Miete ist noch nicht alles bezahlt: Das Europa-Ranking zieht nur die Wohnkosten ab.KI-Symbolbild
Nach der Miete ist noch nicht alles bezahlt: Das Europa-Ranking zieht nur die Wohnkosten ab. · Bild: KI-Symbolbild

Darum gehts

  • Genf folgt mit 8783 Euro auf Platz 2: Die Schweiz belegt beide Spitzenplätze.
  • Gerechnet sind zwei ortsübliche Nettolöhne minus die Miete für drei Schlafzimmer im Stadtzentrum.
  • Essen, Rechnungen und Verkehr sind nicht abgezogen, die Krankenkasse ebenso wenig.

Die Zahlen stammen aus dem Bericht «Mapping the World's Prices 2026» des Deutsche Bank Research Institute, Euronews hat die Rangliste am Freitag publiziert.

Zürich gewinnt mit den teuersten Wohnungen der ganzen Studie: Drei Schlafzimmer im Zentrum kosten 5502 Euro im Monat. An die Spitze bringen die Stadt die Löhne, mit 7321 Euro netto pro Person ebenfalls die höchsten.

Genf auf Platz 2 hat den zweithöchsten Nettolohn. Dahinter klafft eine Lücke: Luxemburg kommt auf 5890 Euro, fast 3000 weniger als Genf.

München kommt auf die Hälfte, London auf ein Drittel

Die grossen Metropolen liegen weit zurück. In München bleiben einem Paar 4575 Euro, rund die Hälfte des Zürcher Betrags. London schafft mit 3148 Euro etwa ein Drittel.

Berlin, Paris und Wien bewegen sich alle zwischen 3300 und 3800 Euro. Kopenhagen und Oslo landen mit gut 5200 und knapp 5000 Euro ebenfalls deutlich hinter den beiden Schweizer Städten.

In Lissabon kostet die Wohnung mehr als ein ganzer Lohn

Am anderen Ende der von Euronews veröffentlichten Liste steht Lissabon. Die Wohnung mit drei Schlafzimmern kostet dort 2561 Euro, ein Nettolohn beträgt 1408 Euro.

Die Miete übersteigt einen Lohn damit um 82 Prozent. So weit liegen die beiden Zahlen nirgends sonst in der Studie auseinander.

Knapp wird es auch in Mailand, wo einem Paar 697 Euro bleiben. In Istanbul sind es 353 Euro.

975 Franken für die Krankenkasse fehlen in der Rechnung

Auch die Krankenkasse fehlt in der Rangliste. Die mittlere Krankenkassenprämie für Erwachsene steigt 2027 auf 487.60 Franken im Monat, wie das BAG Ende September bekanntgab. Zu zweit sind das im Schweizer Mittel 975.20 Franken, Monat für Monat, und nichts davon ist in der Rangliste abgezogen.

Das ist der Wert für die ganze Schweiz, nicht für Zürich. Im Kanton Zürich steigen die Prämien 2027 im Schnitt um 22 Franken pro Monat, die Prämienbelastung bleibt laut Kanton unter dem Schweizer Durchschnitt.

Für Prämienverbilligungen stehen im Kanton Zürich 2027 rund 1,4 Milliarden Franken bereit, mehr als die Hälfte davon für die individuelle Prämienverbilligung.

Hoher Lohn, teurer Einkauf

Hohe Werte für Zürich gibt es in den Zahlen der Deutschen Bank nicht zum ersten Mal. Im Juli berichtete swissinfo, gestützt auf Bloomberg, über den Kaufkraft-Index aus derselben Erhebung: Zürcher Löhne kommen dort auf 476 Punkte, New York dient mit 100 als Basis.

Derselbe Bericht zeigt die Kehrseite. Ein typischer Lebensmittelkorb kostet in Zürich rund 14 Prozent mehr als in New York.

Für eine Levi's 501 zahlt man in der Schweiz im Schnitt etwa 139 Dollar. In den USA sind es 76.

Quellen

  1. 1.Euronews Business, 16. Oktober 2026 (Daten: Deutsche Bank Research Institute, «Mapping the World's Prices 2026»)
  2. 2.BAG, Medienmitteilung Prämien 2027
  3. 3.Kanton Zürich, Medienmitteilung Prämienverbilligungen 2027
  4. 4.swissinfo.ch (Bloomberg), 13. Juli 2026
  • Mieten
  • Löhne
  • Krankenkassenprämien
  • Prämien 2027
  • Zürich
  • Europa

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